Benzien plant bis Rio 2016

Slalomkanute steckt sich nach diesjährigem Olympia-Aus neue Ziele / Morgen beginnt EM in Augsburg
Leipzig.
Jonas Benzien hat seinen Papa schon oft an der Slalom-Strecke angefeuert und meist mitgejubelt. Vor gut einer Woche bekam der Sechsjährige aber ganz genau mit, dass ein zweiter Platz mitunter kein Anlass zur Freude ist. Dies beschäftigte den Dreikäsehoch offenbar sehr, denn zwei Tage später kletterte er abends extra noch einmal aus seinem Bettchen, streichelte Papa am Arm und meinte: "Ich bin auch traurig, dass du diesmal nur Zweiter geworden bist."

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LKC-Asse vertrauen alten Booten

Die WM-Qualifikation der deutschen Slalom-Asse bietet von heute bis Sonntag im Kanupark Markkleeberg nicht nur hervorragenden Sport und spannende Rennen. Erstmals wurde auch ein kompakter Zeitplan gestrickt, so dass die Zuschauer täglich ab 17 Uhr in rund 50 Minuten sehr kompakt die Finals der deutschen Elite in allen fünf Disziplinen erleben. Aus Leipziger Sicht besitzen Jan Benzien im C1 und das C2-Duo David Schröder/Frank Henze die besten Chancen, im heimischen Wasser ihr EM- und WM-Ticket zu sichern. Alle drei haben in den vergangenen Wochen wie nahezu jedes Jahr ihr neues Boot erhalten, vertrauen aber am Wochenende noch einmal auf ihr altes. Im Kanusport ist es fast so wie im Reiten, wo Mensch und Tier auch erst nach einer gewissen Zeit eine Einheit bilden.

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WM-Qualifikation der Slalomkanuten findet komplett an diesem Wochenende statt

Ein mieser Tag wird verziehenZwei aus drei heißt die Zauberformel für die deutschen Slalom-Asse von Freitag bis Sonntag im Kanupark Markkleeberg. Da der Augsburger Eiskanal in diesem Frühjahr wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht, wird die komplette Qualifikation für die Europa- und Weltmeisterschaften an einem Wochenende vor den Toren Leipzigs ausgetragen. Von den drei Wettkämpfen kommen die zwei besten in die Wertung, der schwächste wird gestrichen. Hätte der Kanu-Verband nicht ein anderes Wochenende für die Quali finden können? Schließlich müssen die Paddler um die Gunst der Medien und Zuschauer gewaltig kämpfen - gegen den Reit-Weltcup, den Galopp-Auftakt im Scheibenholz, die wichtigen Handball-Heimspiele des HCL und SC DHfK, die Judo-Bundesliga und einige Veranstaltungen mehr. Bundestrainer Michael Trummer verteidigt den Termin: "Wir schauen in erster Linie nach dem methodischen Saison-Aufbau. Da ist der jetzige Zeitpunkt ideal." Würde der DKV die Quali noch früher ansetzen, wäre die Vorbereitungszeit nach dem Winter zu kurz oder würde zu sehr in die kalte Jahreszeit reichen. Bei einem späteren Termin wäre der Neuaufbau der Form zwischen Quali und Saisonhöhepunkt zu kurz. Auch nach dem Gastgeber richtet sich der DKV. Schließlich möchte der Kanupark im Mai mit der touristischen Vermarktung - sprich Rafting - beginnen. Wenn hier die Einnahmen sprudeln, kommt dies indirekt auch dem Leistungssport zugute.

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Selbst ist der Mann

Kanuslalom-Ass Jan Benzien verzichtet auf eine Agentur und vermarktet sich persönlich

Jan Benzien hat zum Jahreswechsel einen Schritt vollzogen, den sich nur wenige Spitzensportler zutrauen: Der WM- sowie EM-Dritte im Kanuslalom übernimmt seine Vermarktung selbst und hat den Vertrag mit der Sachsensportmarketing-Agentur aufgelöst. Der 27-Jährige, der im Projekt 12-4-12 auch von der LVZ gefördert wird, hat 2009 in Riesa ein Sportmarketing-Studium erfolgreich abgeschlossen.

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Benzien solide, Schock für Grimm

Leipziger Canadier zieht souverän ins WM-Halbfinale / Olympiasieger scheidet aus

La Seu d’Urgell. Nach dem fünften Rang von David Schröder und Frank Henze erreichte gestern auch LKC-Klubkollege Jan Benzien bei der Kanu-slalom-WM in Spanien sicher das morgige Halbfinale. Mit seinem vierten Platz befindet sich der Einercanadier in Lauerstellung. Dagegen sorgte der Komplett-Ausfall der Kajak-Männer um Olympiasieger Alexander Grimm (Augsburg) für einen Schock im deutschen Team. Der DKV ist im Semifinale nur mit acht von zwölf Booten vertreten.

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Benzien-Boot muss geflickt werden

Heute WM-Start der Kanuslalom-Artisten in Spanien / Drei Leipziger dabeiFrank- David- Jan(von rechts)

La Seu d’Urgell. 28 Grad und Sonne pur – da könnten für die (deutschen) Kanuslalom-Asse in den spanischen Pyrenäen Urlaubs-Gefühle aufkommen. Doch diese wichen spätestens gestern Abend bei der Eröffnung der Welttitelkämpfe in La Seu d’Urgell dem sich endlich einstellenden WM-Fieber.
Die drei Leipziger Starter hätten es sich nicht träumen lassen, dass der kleine Kanal in Markkleeberg, den sie sonst links liegen lassen, in diesem Sommer so begehrt sein würde. Im Kanupark wirkt er wie eine Strecke für den „Pioniernachmittag“. Doch bei der WM-Vorbereitung war der Nebenarm für Jan Benzien sowie David Schröder und Frank Henze Gold wert. „Als wir wussten, dass die WM in Seu stattfindet, wären wir am liebsten schon im Frühjahr auf dem kleinen Kanal gepaddelt“, so Schröder. „Aber wir mussten uns ja erstmal qualifizieren.“ Und diese Quali fand nun mal Anfang August auf der Markkleeberger Hauptstrecke statt.

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Lokalmatador macht es spannend

Alle Leipziger Slalom-Asse bei German Open im Halbfinale – Bezien erst im zweiten Anlauf

Die gestrige Qualifikation zu den German Open der Slalomkanuten in Markkleeberg brachte keine Vorentscheidung im Kampf um die WM-Tickets. Alle vier Leipziger LKC-Boote kamen unter die Top 20 und befinden sich noch im Wettbewerb, keines der 25 deutschen Boote musste vorzeitig die Segel streichen. Die besten drei Deutschen je Kategorie qualifizieren sich heute für die WM im September in Spanien.

Spannend machte es Lokalmatador Jan Benzien, der mit seiner Leistung im ersten Lauf ausgeschieden wäre und dringend einen sauberen zweiten brauchte. Beim ersten Versuch war er gleich am ersten Tor klassisch vorbei gerauscht. Um 50 Strafsekunden zu vermeiden, paddelte er stromaufwärts zurück, büßte damit aber acht bis zehn Sekunden ein. Ehefrau Mandy stand direkt daneben. Die zweifache Olympiateilnehmerin sagte: „Das ist kein Problem. Jan weiß, was er falsch gemacht hat.“

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